
NETZWERK UNIVERSITÄTSMEDIZIN
Hintergrund
Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) -geförderte Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wurde im April 2020 als Teil des Krisenmanagements gegen die Corona-Pandemie gegründet, um die klinische COVID-19-Forschung der gesamten Universitätsmedizin in Deutschland zu koordinieren.
Während in den ersten beiden Förderperioden des NUM vor allem die Bekämpfung der Corona-Pandemie im Vordergrund stand, wurde das Netzwerk in der dritten Förderperiode seit dem 01. Juli 2025 auf andere medizinische Fragestellungen ausgeweitet.
Der wichtigste Grundsatz im NUM lautet „Kooperation statt Wettbewerb“, dafür wurden spezielle Forschungsinfrastrukturen aufgebaut und werden stetig weiterentwickelt. Das NUM unterstützt ausschließlich kooperative Projekte, in denen möglichst viele Universitätskliniken involviert sind.
Die kooperativen Strukturen im NUM sollen die Etablierung eines bundesweiten, umfassenden Studien- und Datenraums, sowie einen zentralen Ansprechpartner für die klinische Forschung in Deutschland ermöglichen. Zudem sollen die NUM-Strukturen die klinische Forschung und das Gesundheitssystem auf zukünftige Pandemien und andere große Krisen der Öffentlichen Gesundheit vorbereiten.
- Weitere Infos unter: http://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de
Projektbeteiligungen der UME im NUM 3.0
Während die ersten neuen Projekte der Forschungslinie im Februar 2026 starten, werden die im NUM 1.0 und NUM 2.0 etablierten Forschungsinfrastrukturen derzeit weiterentwickelt. Weitere Forschungsinfrastrukturen folgen im Jahr 2026.
Infrastrukturlinie:
Die „Aktionsbündnis für Informations- und Kommunikationstechnologie in Intensiv- und Notfallmedizin“ (AKTIN) stellt ein bereits im NUM 1.0 und NUM 2.0 etabliertes bundesweites elektronisches Netzwerk in der Notaufnahme dar, welches eine standardisierte und strukturierte Dokumentation von Patient*innen-Daten ermöglichen soll. Zugriff auf diese Daten haben nur die behandelnden Kliniken, für wissenschaftliche Analysen werden die Daten allerdings pseudonymisiert zentral zugänglich gemacht.
Projektlaufzeit: 01.07.25 – 30.06.30
Projektleitung UME
Dr. med.
Randi Manegold
Stellvertretende Direktorin Zentrum für Notfallmedizin
Bereichsleitung Personal und Wissenschaftskoordination
Prof. Dr. med.
Clemens Kill
Direktor Zentrum für Notfallmedizin
Auf Basis von Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative (MII) wurden Datenintegrationszentren (DIZ) an den meisten Universitätskliniken in Deutschland etabliert. Das DIZ am UK Essen soll bei der zentralen und standortübergreifenden Sammlung, Speicherung , Aufbereitung und Bereitstellung von Forschungs- und Versorgungsdaten der Patient*innen unterstützen, sowie die Datenqualität sicherstellen.
Projektlaufzeit: 01.07.25 – 31.12.27
Projektleitung UME
Prof. Dr. med.
Felix Nensa
Leitender Oberarzt für thorakale Bildgebung und Digitalisierung im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
Tobias Brieden
Leiter des Datenintegrationszentrum
Die Infrastruktur „NUM Plattform für Surveillance und Rapid Response“ wurde gegründet, um die universitäre pandemiebezogene Forschung durch Wissensbildung, einheitliche Datensysteme und umfassende Erregerüberwachung zu stärken. Die Plattform soll wichtige Informationen für die Pandemieprävention bereitstellen und bereits bestehende Laborstrukturen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) ergänzen. Damit soll das nationale Gesundheitssystem und die universitäre Forschung optimal auf zukünftige Pandemien und Gesundheitskrisen vorbereitet werden.
Projektlaufzeit: 01.07.25 – 31.12.27
Projektleitung UME
Prof. Dr. rer nat.
Ulf Dittmer
Direktor des Instituts für Virologie
Die NUM-Plattform „RACOON“ wurde gegründet, um radiologische Daten von Patient*innen standardisiert zu verarbeitet, um sie effizient für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen.
Das Ziel der Forschenden besteht darin, RACOON zur größten gemeinsamen Forschungsplattform für bildbasierte Medizin in Deutschland auszubauen.
Projektlaufzeit: 01.07.25 – 30.06.30
Projektleitung UME
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.
Jens Kleesiek
Inhaber Lehrstuhl für Translationale Bildgesteuerte Onkologie, Leiter Abteilung Medical Machine Learning, Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin
Prof. Dr. med.
Johannes Haubold
Ltd. Oberarzt im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
Moon Kim
Gruppenleiter Medizinische Informatik, Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin
Forschungslinie:
Die ersten Projekte der Forschungslinie starten ab Februar 2026. Die Projekte werden in Kürze hier aufgeführt.
Projektbeteiligungen der UME im NUM 2.0
Insgesamt war die Universitätsmedizin Essen in der 2. Förderperiode (01/22 – 06/25) des NUM an 11 NUM-Verbundprojekten beteiligt, vier davon (NAPKONv2, COVerChild, UTN, COVIM2.0) waren an den Kliniken bzw. Instituten des WZI angesiedelt.
Im Folgenden sind alle NUM 2.0-Projekte mit UME-Beteiligung aufgeführt:
Infrastrukturlinie:
Das „Aktionsbündnis für Informations- und Kommunikationstechnologie in der Intensiv- und Notfallmedizin“ (AKTIN) stellt ein bereits bestehendes bundesweites elektronisches Netzwerk dar, welches eine standardisierte und strukturierte Dokumentation in der Notaufnahme ermöglichen soll. Zugriff auf die Patient*innen-Daten haben nur die behandelnden Kliniken, für wissenschaftliche Analysen sollen die Daten allerdings pseudonymisiert zentral zugänglich sein. Durch das AKTIN@NUM Projekt konnte das AKTIN-Netzwerk bereits um mehr als 29 Notaufnahmen erweitert werden, weitere sollen folgen.
Projektlaufzeit: 01.01.22 – 31.12.24
Projektleitung UME
Prof. Dr. med.
Clemens Kill
Direktor Zentrum für Notfallmedizin
Dr. med.
Joachim Riße
Stellvertretender Direktor Zentrum für Notfallmedizin
Die Routinedatenplattform (RDP) soll eine eigene Plattform für Forschungsdaten des NUM darstellen, in der alle klinische Daten und Daten zu Bioproben aus der NAPKON-Kohorte einheitlichen gespeichert und zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Aufbau der Plattform erfolgt in Kooperation mit der 2018 gestarteten Medizininformatik-Initiative (MII), ein Projekt welches, ebenso wie das NUM, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.
Projektlaufzeit: 01.01.22 – 30.06.25
Projektleitung UME: PD Dr. rer. nat. Adalbert Krawczyk ✉ (Klinik für Infektiologie, WZI), Tobias Brieden ✉ (Datenintegrationszentrum), Prof. Dr. med. Felix Nensa (Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie ✉
Das Datenintegrationszentrum (DIZ) wurde am UK Essen etabliert mit dem Ziel, Forschungs- und Versorgungsdaten unseres Universitätsklinikums zentral zu sammeln, aufzubereiten und die Datenqualität sicherzustellen.
Projektlaufzeit: 01.01.23 – 30.06.25
Projektleitung UME
Prof. Dr. med.
Felix Nensa
Leitender Oberarzt für thorakale Bildgebung und Digitalisierung im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
Tobias Brieden
Leiter des Datenintegrationszentrum
„Radiological Cooperative Network zur COVID-19 Pandemie“ (RACOON) soll eine weitere Forschungsdatenplattform des NUM darstellen, in der ausschließlich radiologische Daten von COVID-19-Patient*innen standardisiert verarbeitet werden, um sie für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen. Die radiologischen Daten stammen primär von Aufnahmen aus der Lunge, deren Funktion bei den meisten schweren COVID-19-Krankheitsverläufen eingeschränkt ist. Mit Hilfe der radiologischen Bildgebung können Corona-Lungeninfektionen diagnostiziert und bewertet werden.
Projektlaufzeit: 01.01.22 – 31.12.24
Projektleitung UME
Dr. med.
Joachim Riße
Stellvertretender Direktor Zentrum für Notfallmedizin
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.
Jens Kleesiek
Inhaber Lehrstuhl für Translationale Bildgesteuerte Onkologie, Leiter Abteilung Medical Machine Learning, Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin
Prof. Dr. med.
Benedikt Schaarschmidt
Geschäftsführender Oberarzt im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
Forschungslinie:
Mit dem Projekt “COVerCHILD“ soll eine interdisziplinären Forschungs- und Monitoringplattform zur Untersuchung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen geschaffen werden.
Projektlaufzeit: 01.01.22 – 30.06.23
Projektleitung UME
Prof. Dr. med.
Christian Dohna-Schwake
Ltd. Oberarzt Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Trotz intensiver Forschungen ist die Frage, ob und wie lange eine SARS-CoV2-Infektion eine schützende Immunität erzeugt, noch nicht vollständig beantwortet. Weiterhin sind die Bedingungen der Übertragbarkeit der Immunität auf andere Personen nicht geklärt. Zur Aufklärung dieser beiden wissenschaftlichen Fragestellungen wurde die Plattform COVIM („COllaboratiVe IMmunity Platform“) gegründet, welche die Forschungsdaten zur SARS-CoV2-Immunität von verschiedenen Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen Disziplinen zentral zusammenführt und mittels computergestütztem Lernen automatisiert auswertet. Ziel ist es, ein möglichst komplettes Bild der SARS-CoV2-Immunität zu erhalten, um daraus therapeutische und präventive Ansätze zu entwickeln. Der Startschuss für COVIM 2.0 fällt am 01.01.2024.
Projektlaufzeit: 01.01.24 – 30.06.25
Projektleitung UME
Prof. Dr. rer nat.
Ulf Dittmer
Direktor des Instituts für Virologie
Prof. Dr. med.
Oliver Witzke
Direktor der Klinik für Infektiologie und Nephrologie, Zentrum für Innere Medizin
Prof. Dr. med.
Christian Dohna-Schwake
Ltd. Oberarzt Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Beim „Nationalen Pandemie Kohorten Netz“ (NAPKON) handelt es sich um ein breit angelegtes Forschungsprojekt zur COVID-19-Bekämpfung (und potentieller zukünftiger Pandemien), an dem Ärzte und Wissenschaftler aus 34 verschiedenen Standorten in Deutschland teilnehmen und zusammen kooperieren. Ziel des Projektes besteht in der Erschaffung eines zentralen Netzwerkes, in dem klinische Daten und Bioproben (Blut, Speichel, Urin) von COVID-19-Patient*innen aus verschiedenen Standorten zentral erfasst und dokumentiert werden, um sie für wissenschaftliche Studien zur Verfügung zu stellen. Durch die zentrale Bündelung der Daten und Proben konnte seit November 2020 eine Kohorte von ~6500 Patient*innen (Stand: Anfang Dezember 2022) geschaffen werden. Mit Hilfe dieser Kohorte soll ein möglichst genaues Bild der COVID-19-Krankheit geschaffen werden, welches die Grundlage für die Entwicklung von Therapien und Prognosen bildet.
Projektlaufzeit: 01.01.22 – 31.12.24
Projektleitung UME
Prof. Dr. med.
Oliver Witzke
Direktor der Klinik für Infektiologie und Nephrologie, Zentrum für Innere Medizin
Im Rahmen des Projektes „PREparedness and PAndemic REsponse“ (PREPARED) sollen Erfahrungen aus regionalen, nationalen und internationalen Pandemiemanagementkonzepten analysiert und auf ihre lokale Praktikabilität geprüft werden. Darauf basierend sollen adäquate politische Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung definiert werden. Dabei soll die Sicherstellung der Funktionalität des Gesundheitssystems bei steigender Infektions- und Hospitalisierungsrate stets höchste Priorität haben.
Projektlaufzeit: 01.09.22 – 30.08.23
Projektleitung UME
Prof. Dr.
Ruth Hecker
Leitung Zentralbereich Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement.
Oliver Steidle
Zentralbereich Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement
Im Rahmen des Forschungsprojektes „RACOON-COMBINE“ sollen COVID-19-Patient*innen, unter Berücksichtigung individueller Patienteneigenschaften (Physiologie, Komorbiditäten), mit Hilfe quantitativer Imaging Biomarker umfassend charakterisiert werden. Dazu sollen zunächst COVID19-spezifische quantitative Imaging Biomarker in verschiedenen Organsystemen (Lunge, Herz/Gefäße, ZNS, Leber, Niere, …) etabliert werden.
Projektlaufzeit: 01.09.22 – 30.08.23
Projektleitung UME
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.
Jens Kleesiek
Inhaber Lehrstuhl für Translationale Bildgesteuerte Onkologie, Leiter Abteilung Medical Machine Learning, Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin
Prof. Dr. med.
Benedikt Schaarschmidt
Geschäftsführender Oberarzt im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
Projektinfos folgen
Projektlaufzeit: 01.01.24 – 30.06.25
PROJEKTLEITUNG UME
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.
Jens Kleesiek
Inhaber Lehrstuhl für Translationale Bildgesteuerte Onkologie, Leiter Abteilung Medical Machine Learning, Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin
Mit Hilfe des „Universitären Telemedizinnetzwerk“ (UTN) sollen Forschungsdaten zu COVID-19 telemedizinisch, d.h. über räumliche Entfernung hinweg durch den Einsatz audiovisueller Kommunikationstechnologien, standardisiert erfasst und verfügbar gemacht werden. Damit soll ein weiteres Instrument geschaffen werden, um den Austausch von Ärzten und Wissenschaftlern an den verschiedenen Standorten zu fördern. Zunächst soll der Fokus des Projektes auf Long COVID gelegt werden, ein Krankheitsbild, über das bisher wenig bekannt ist.
Projektlaufzeit: 01.09.23 – 30.06.25
Projektleitung UME
Priv.-Doz. Dr. med.
Hana Rohn
Geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Infektiologie und Nephrologie, WZI


Lokale Stabstelle (LokS) NUM der UME
Als essenzielle Organisationsstruktur des Netzwerks Universitätsmedizin übernimmt die lokale Stabstelle (LokS) NUM (vormals NUM Task Force COVID-19) die Koordination, Organisation und Vernetzung der wissenschaftlichen Projekte am Standort Essen. Die Mitarbeiterinnen der Essener LokS sind zentrale Ansprechpartnerinnen für die NUM-Stakeholder der UME. Sie helfen u.a. bei Antragsprozessen, Fragen zum Budgetmanagement, Vertragsangelegenheiten und unterstützen die Koordinierungsstelle durch permanente Zuarbeiten. Sie stellen alle relevanten Informationen über die am Standort laufenden NUM-Projekte zur Verfügung und bilden somit Informationsknotenpunkt für die Forschenden und für die Koordinierungsstelle.
Initiiert wurde dies LokS am UK Essen von Prof. Dr. Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie und Direktor des WZI. Unterstützt wird er vom Team der LokS NUM Essen.
Mitarbeiter lokale Stabstelle NUM

Dr. rer. nat.
Rabea Julia Madel
Leitung der Lokalen Stabstelle NUM

Kathrin Grieß
Referentin der Lokalen Stabstelle NUM

Dr. rer. nat.
Tanja Kuhn
Referentin der Lokalen Stabstelle NUM